Yesterday

Gestern war ich so richtig gut drauf, etwas zu gut, für meinen Geschmack, denn ich hätte diese ganze Kack-Stadt umarmen können, saß also ich in einer meiner Lieblingscafes (Sonderbar und die ist wirklich sonderbar, weil dort nicht nur aber auch psychisch Kranke zum Zwecke der Resozialisierung arbeiten, Scherenberg-Ecke Erich Weinert Str., Bier 2,60) in der Sonne trank mein Hefeweizen und war mit mir, dem Leben und der Welt im Einklang, als eine Frau, die gerade nebenan auszog, mir einen Strauß Blumen schenkt.

Blumen einer Unbekannten

Blumen einer Unbekannten


Ich fand das rührend. Die Welt ist halt doch rund.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter scheinwelt

Eine Antwort zu “Yesterday

  1. Ja, manchmal bricht das Rührende völlig unvorbereitet über uns herein. Ich saß unlängst in der Straßenbahn von Seestr. Richtung Prenzlauer Berg, eine migrationshintergründische ältere Frau rumpelte mit viel zu großen Einkaufstaschen herein und kollidierte ein wenig mit mir, sie entschuldigte sich, ich lächelte ein „macht nix“-Lächeln, und als sie ein paar Haltestellen weiter ausstieg, zumpelte sie ein Stangenbaguette aus einer ihrer Tüten und drückte es mir in die Hand mit den Worten: „Weil Sie eben so nett gelächelt haben.“ Da saß ich dann etwas fassunglos mit einem Stangenbaguette in der Straßenbahn und habe mich noch eine Weile gewundert. Und war aber doch auch gerührt.

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