Salem

Ja, wie war es? Exemplarisch vielleicht der Satz eines Teilnehmers der Protestantentagung: „Ich bin ja Gefängnispastor geworden, weil mir da wenigstens keiner weglaufen kann.“ Und das war absolut nicht ironisch gemeint. 1/3 der Leute wollte sich unterhalten, 1/3 wollte tanzen, 1/3 immerhin wollte den Texten zuhören. Erschreckend jedenfalls die Reaktion mancher Teilnehmer, die mit hochrotem Kopf zu Lt. Surf gestürmt kamen (mehr oder weniger schreiend) und meinten, die Musik wäre zu laut (und dann kurzerhand die Boxen zur Wand hin drehten, also während der Disko); ebenso erschreckend die Agressivität, mit der andere das Ende der Lesung forderten, weil die ja nun gar nicht in den Rahmen passe; erfreulich die Reaktion mancher anderer, die gerne mehr Texte gehört hätten. Das Essen immerhin war exzellent (Kalbshaxen, gefüllter Schweinebraten nebst manchen anderem SchnickSchnack) und Saufen konnte man auch, so viel man wollte. Dennoch: Im Großen und Ganzen – Protestanten sind der Klassenfeind. Alles andere muss ich erst mal verarbeiten. Großes Lob aber an Organisator Friedemann, den selbst der gekreuzigte Stoffhase bei unserem letzten Auftritt in seiner letzten Diäzöse nicht davon abhielt, uns zu engagieren (der übrigens auf unseren ach so politisch korrekten Ahne ging, also der Stoffhase, den er in der Kirche gekreuzigt hat, aber das ist eine ganz andere Geschichte). Wie gesagt, Fotos und Film folgen noch.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Salem

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