Monatsarchiv: Juli 2009

Sich mal was Gutes

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Fisch und Garnelen in Butter schmoren. Die Pilze für 15 Minuten in den Backofen. Pilzfüllung: Schafskäse, Kräuter (was so da ist), Zwiebeln und Knoblauch.

Kosten: ca. 7 Euro

Musik: Europas Vogelstimmen, Seite B.

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Wahlomat online

Nein, nicht der Kackomat der Bundesregierung oder deren Handlanger, bei dem nur etablierte Parteien und Fragen zugelassen werden, die nicht den Horizont grenzdebiler Politiker überschreiten, sondern DER Wahlomat.

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Johnny Cash vs. Peter Falk

Normalerweise gebe ich ja keine Fernsehtipps, aber heute Abend auf Super RTL um 22.05: Schwanengesang. Als Gaststar meiner Lieblingskrimiserie „Columbo“ – Johnny Cash.

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Die wollen bloß spielen

Da wünscht man sich glatt die Mauer wieder: http://www.youtube.com/watch?v=210H8wavqbc&feature=related

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Expedition vorerst gescheitert

Tja, liebe Freunde, mein Antrag auf die Finanzierung einer völlig wahnsinnigen Expedition, die ich mit Jaczek zusammen anzutreten gedachte, ist leider nicht bewilligt worden. Jetzt stehe ich vor der kapitalen Frage: Woher nehme ich 10.000 Euro, um das ganze Ding dennoch durchzuziehen? Falls jemand was einfällt oder einen Millionär kennt, der sich an der Finanzkrise gesund gestoßen hat: Bitte melden.

Nachtrag: Kann mich im Herbst noch mal bewerben, was ich auch tun werde, wenn ich auch nicht weiß, wie ich mein Vorhaben besser beschreiben kann. Vielleicht fällt Euch ja was dazu ein.

Anbei für die Nachwelt und zu Forschungszwecken mein nahezu perfektes Exposé.

Am Rande der Welt

Dokumentarischer Roman

Exposé

„Dir ist doch klar, dass wir vorsichtig sein müssen. Ich meine Grenzgebiet, das bedeutet Schmuggler, Trinker, Mafia, die verrückten Moldawier nicht zu vergessen, keiner kann den anderen riechen und keiner hat Geld, wir können da nicht rumlaufen wie zwei dämliche Touristen, außerdem müsste ich vorher mein Russisch aufpolieren und dann noch im Winter. Wo willst Du schlafen? Da hat doch alles zu.“

Jaceks Einwände und die meines Verlages, eine derartige Expedition bedürfe einer etwas gründlicheren Vorbereitung, als das bis zum Herbst möglich sei, haben mich dazu bewogen, die Reise auf den Beginn des Frühlings hinauszuschieben. Vorsichtig müssten wir sein, gar gefährlich wäre es, ich weiß nicht. Ich war ja schon an der Grenze zum Irak, im wilden Kurdistan, alleine, an der Grenze zu Kambodscha, auch alleine, und ich war an der ukrainischen und russischen Grenze, auch alleine, alles Regionen, die zwar mit den Kanaren, wo ich ebenfalls schon alleine war, nicht zu vergleichen sind, aber gefährlich ist es mir nie vorgekommen. Schräg, dass ja. Merkwürdig, Menschen mit riesigen Plastiksäcken auf dem Rücken einen gottverlassenen Grenzposten mitten in der Wildnis passieren zu sehen; erschreckend vielleicht die Betrunkenen, die bereits am frühen morgen eine Steingutflasche voll von weiß der Teufel was intus hatten und auf der Straße lagen, allerdings auch rührend die Normalität, mit der man die vor sich hinbrabbelnden Existenzen behandelte; faszinierend die Russenmärkte, an dessen Ständen bergeweise Auspuffrohre, Wasserhähne, Handys und sonstiger Krempel, von dem ich nicht wusste, wer ihn zu welchem Zweck gebrauchen könnte, zum Verkauf angeboten wurde; herzerwärmend die Einladungen, mich doch dazuzugesellen, weil es sich gemeinsam besser trinken oder auch essen ließe, die Tränen einer Zimmerwirtin beim Abschied und das abgerungene Versprechen, ihr doch eine Karte zu schreiben; eher amüsant die zaghaften Annäherungsversuche einiger Taschendiebe, die nach einem scharfen Blick aber schnell wieder aufgaben; traurig die Armut, die einem begegnete und bewundernswert die Würde, mit der sich die Menschen in ihren einfachen Verhältnissen eingerichtet haben, erstaunlich auch der Erfindungsreichtum; und das alles nicht inmitten aber doch am Rande Europas, dort, wo die vermeintlichen Segnungen Brüssels noch nicht Fuß gefasst haben und es vermutlich auch nie tun werden.
Drei Wochen dauerte mein Aufenthalt in Polen, an der Grenze zur Ukraine, vier Jahre war das her. Und bereits vor vier Jahren wäre ich, hätte ich das Geld und die Zeit gehabt, einfach weitergefahren, immer weiter die Grenze entlang und Grenzen überschreitend, die nach Litauen, die nach Lettland, die nach Estland, um schließlich am Meer anzukommen, so meine Vorstellung und dann ein Buch darüber schreiben, was mir alles und mit wem passiert währenddessen.

Ein Buch soll es werden, ein Buch über jemand der sich aufmacht zu einer Reise am Rand der Welt entlang oder, etwas weniger prosaisch, an den Rand der europäischen Wohlstandszone, dorthin, wo der kleine Grenzverkehr eine größere Bedeutung hat als die Verordnungen aus Brüssel, um die sich ohnehin niemand schert, weil alle genug damit zu tun haben, dass alltägliche Überleben zu sichern. In Rumänien, an der Grenze zu Moldawien, sicher mehr als an der Schwarzmeerküste von Bulgarien; in Polen sicher weniger als in Litauen oder Lettland. Wissen und erfahren möchte man, ob es ein gemeinsames Band gibt, das die Grenze sein könnte und ob diese Grenze – ihr draußen, wir drinnen – das Leben verändert hat und wie. Ob die Vorstellung, Mitglied eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes über die Grenzen hinweg trägt, oder ob sich Animositäten erhalten, verstärkt oder aufgelöst haben und worin sie bestehen, sofern es sie gibt.

Abenteuer und Erfahrungen wollen erlebt und gemacht werden, Schönes und Hässliches, Anstrengendes und Entspanntes, Niederschmetterndes und Erhebendes, Vertrautes und Fremdes. Wer weiß schon, was einem widerfährt, auf einer solchen Reise.

Los will man vom nordöstlichsten Zipfel Estlands, in Narva, wo man nur die Hand auszustrecken braucht, um einem Russen aus Iwangorod die Hand zu schütteln, ankommen möchte man im bulgarischen Rezovo, dort, wo die christliche Welt aufhört und die islamische beginnt, am südöstlichsten Punkt der EU. Dazwischen Litauen, Polen, die Slowakei, Ungarn und Rumänien. An den Rändern Russland, Weißrussland, die Ukraine, die Republik Moldau und die Türkei. Zur Fortbewegung dienen die öffentlichen Verkehrsmittel und die eigenen Füße. Übernachtet wird dort, wo es sich ergibt, gegessen das, was auf den Tisch kommt.

Das ist der Plan.

Zukunftsvision

Nach Erscheinen des Buches eine Lese-Lichtbildreise zu den jeweiligen Goethe-Instituten dieser Länder in umgekehrter Reihenfolge.

Rechercheplanung

Ziel der Recherche ist ein dokumentarischer Roman über das Leben und die Ereignisse während der Reise, die mich und einen befreundeten Polen die Ostgrenze der EU entlangführt.

Zunächst geht es mit dem Schiff von Deutschland nach Estland. Ab hier Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuß durch die (östlichen) Grenzregionen aller EU-Ostländer:

Länder            Dauer

Estland            1 Woche
Lettland        1 Woche
Litauen        1 Woche
Polen            3 Wochen
Slowakei        1 Woche
Ungarn            1 Woche
Rumänien        3 Wochen
Bulgarien        1 Woche

Zeitraum drei Monate, von Mitte/Ende Februar bis Mitte/Ende Mai 2010.

Voraussichtliche Recherche- und Lebenshaltungskosten für zwei Personen:

12.000 Euro

(Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung ca. 1.500 Euro pro Person und Monat; weiterhin anfallende Fixkosten für Miete und Krankenversicherung in Deutschland ca. 500 Euro pro Person und Monat.)

Beantragte Summe:    10.000 Euro

Verlagszuschuss:      1.000 Euro

Eigenmittel:          1.000 Euro

Geplante Verwertung:

Dokumentarischer Roman (geplante Veröffentlichung März 2011, siehe Interessenerklärung meines Verlages Voland & Quist)

Interessenerklärung

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, der Verlag Voland & Quist, haben großes Interesse, den geplanten, dokumentarischen Roman von Robert Weber mit dem Arbeitstitel „Am Rande der Welt“, zu veröffentlichen.

Dessen Grundlage, eine dreimonatige „Expedition“ durch die östlichen EU-Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Slowenien, Rumänien und Bulgarien, deren Grenzregionen zu Russland, Weißrussland und der Ukraine ja größtenteils abseits der Touristenpfade und außerhalb der Europäischen Wohlstandszone liegen und somit, auch für uns, weiße Flecken auf der Karte der Europäischen Union darstellen, halten wir für eine spannende, innovative und durchaus auch verrückte Idee, für die wir uns sofort erwärmt haben.

Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten – wir sind zwar ein aufstrebender aber doch kleiner Verlag – werden wir uns, im Falle einer Förderung Ihrerseits, an den Recherchekosten mit 1000 Euro beteiligen. Wir wissen, das ist nicht viel, aber selbst diese kleine Summe stellt für uns ein Novum in dem Sinne dar, als dass wir selbst bekannteren Autoren unseres Verlages (Jochen Schmidt, Edo Popovic) keinen Vorschuss zahlen können. Dies soll auch die Ernsthaftigkeit unserer Interessenerklärung unterstreichen.

Unser Interesse an diesem Projekt ist umso größer, da wir seit einigen Jahren eine Reihe mit Prosa aus osteuropäischen Ländern im Programm haben (Edo Popovic, Olja Savicevic , Roman Simic, Kriszta Bodis) und Robert Webers Projekt somit eine sehr gute Ergänzung darstellt. Eine Veröffentlichung des Ergebnisses dieser Reise ist im Frühjahr 2011 anvisiert.

Robert Weber ist für Voland & Quist quasi ein Autor der ersten Stunde und bei uns bislang mit einem Roman sowie in mehreren Anthologien vertreten.

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Schweinerippchen in Bier-Honig-Soße

Soviel Schweinerippchen kaufen, wie man alleine, zu zweit, zu hunderten zu verzehren gedenkt, diese salzen und pfeffern, scharf anbraten (Öl nach Wahl, hier Keimöl, Olivenöl oder Erdnussöl passt aber auch) und in eine feuerfeste Form legen.

Die Pfanne mit Schwarzbier ablöschen und Honig unterrüheren, die Rippchen damit übergießen. Grob geschnittene Zwiebeln, Fenchelsamen (entbehrlich), ganze Knoblauchzehen, Chillischoten und einen Zweig Rosmarin hinzugeben (meinetwegen auch entbehrlich). Ca. eine Stunde bei schwacher Hitze im Backofen vor sich hinschmoren lassen, fertig.

Dazu Kartoffeln (Folien im Backofen) oder Weißbrot.

Salat obligatorisch, in diesem Fall Karottensalat (schälen, kleinreiben, Pfeffer, Salz, Zitronensaft, Olivenöl und sehr klein gehackte Zwiebeln, ähnlich wie bei Bouletten).

Kosten: Keine Ahnung, bin für mich alleine mit nem Fünfer hingekommen, reicht aber auch für zwei Tage oder Portionen.

Musik: Auf jeden Fall russisch.

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Dagegen wie immer ungenießbar: Jero.

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Hinten sind die Schweine fett

So der Titel meines Vortrages über das Schreiben, Umsetzen, Produzieren und Vermarkten von Hörspielen an der Bauhaus Universität Weimar. Hier in voller Länge zum Nachhören. (Ca. 150 Min.) Eine gekürzte Fassung (ca. 90 Min.) gibt es, wenn ich wieder mal Zeit habe. Bis dahin müsst Ihr halt vorspulen.

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