Sommerpause

Nach einem bislang durchaus anstrengendem Jahr begebe ich mich jetzt in die Surfpoetensommerpause und bin dort erst wieder und zum letzten Mal am Mittwoch vor der Bundestagswahl zu erleben, was natürlich kein Grund ist, nicht trotzdem hinzugehen oder vielleicht gerade deshalb. Gelten meine Beiträge doch als

„… zu lang, ohne aufhellend zu sein, sind zudem in einer desorientierenden, unnatürlichen Sprache verfasst, die zu viele Worte benötigt um zu wenig zu erklären, sind unoriginell vom Stil und Inhalt her und darüberhinaus auch noch opportunistisch und wenig experimentierfreudig. Kurz gesagt: Niemand nimmt Dir ab, dass Du so bist, wie Du schreibst.“

Gut nur, dass Lektoren, Redakteure und Herausgeber meine Beiträge trotzdem senden bzw. drucken, vermutlich, weil sie keine Ahnung von der Materie haben, sonst wäre ich längst verhungert. Im Übrigen bewahre Gott die Menschheit davor, dass ich so anfange zu schreiben, wie ich bin (oder so bin, wie ich schreibe).

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11 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

11 Antworten zu “Sommerpause

  1. uli

    Bruharhar. Liest sich wie ne Absage vom Salbader…

  2. robertweber

    … stammt aber von einem Surfpoeten.

  3. Konrad

    1.
    Ich schrieb, vom Stil her opportunistisch. Ich schrieb nicht: Opportunistisch über den Stil hinaus. Ein Unterschied wie Tag und Nacht.
    Das Gleiche gilt für die Experimentierfreudigkeit. Auch hier habe ich deutlich geschrieben, dass ich damit den Stil meine, und nichts, was darüber hinaus geht.
    Wieso zitierst du hier so unglaublich falsch?
    Und schreibst meine Meinung, um die du mich gebeten hattest, hier rein, und dann auch noch völlig verdreht? Und wieso setzt du das auch noch in Anführungszeichen, als hättest es nicht du geschreiben.

    2.
    Die Echos finanzieller und lobender Art aus dem Kulturbetrieb hast du schon mehrmals als Hinweis auf die Qualität deiner Texte benutzt. Das musst du nicht. Es ist auch kein guter Hinweis.

  4. robertweber

    Wusste ja bislang niemand, dass es von Dir ist. Korrekt zitiert, nur für die Nachwelt, nicht für die Scheinwelt: “ Deine Beiträge sind meistens nicht gut, so dass die Leute bei deinen besseren schon gar nicht mehr hinhören wollen. Oft sind die Sachen:
    1. zu lang, ohne zwischendurch aufhellend zu sein
    2. haben überdies zu viele Längen (sind in einer desorientierenden unnatürlichen Sprache verfasst, die zu viele Worte benötigt, um zu wenig zu erklären.)
    3. Unoriginell von Inhalt und Stil her. (Telepolis ist nicht die Avantgarde des Wissens in Deutschland – da wird von einem Schriftsteller mehr verlangt, und wenn es nur eine – durchdachte – Meinung ist. Zum Stil: Opportunistisch, traust dich nix, keine Experimente, alles andere als libertär. Niemand nimmt dir ab, dass so wie du schreibst, auch bist …“

  5. MichaelH.

    Weber ist Rock`Roll, er polarisiert, entweder man liebt ihn oder man liebt ihn…

  6. Konrad

    Du hast in deinem Beitrag vergessen zu erwähnen, dass du um Meinungsäußerungen bezüglich deiner Auftritte bei den Surfpoeten gebeten hast. So wie es dasteht, könnte man meinen, jemand wirft dir das einfach so an den Kopf.
    Auch der vorangegangene Kontext mit Tubes Äußerungen und deiner Entgegnung wäre nötig zu kennen, um deinen Beitrag der Wirklichkeit entsprechend verstehen zu können. Ansonsten hinterläßt du nur ein Bild der Unschuld, der Schuld angetan wird. Als wenn falsches Zitieren nicht schon genug wär.

  7. robertweber

    Ob ich darum gebeten habe oder nicht, ist doch Scheiß-Egal. Das ist das, was Du über mich denkst und dem sich Tube angeschlossen hat, ob vorher ausgesprochen oder nicht. In dem Zusammenhang ist auch alles Vorangegangene völlig überflüssig. Außerdem: Was willst Du? Ziel erreicht, Weber raus. Und was soll dieses Gefasel von Unschuld-Schuld?

  8. Konrad

    Was ich über dich denke ist hauptsächlich etwas anderes, als das, was in der Mail steht. Da steht etwas von meiner Meinung über deinen Stil und wie du bei der Show rüberkommst, sowie, warum das meiner Meinung nach so ist. Danach hattest du gefragt. Und so hemmungslos, wie du austeilst, dachte ich, am besten schreibe ich es so deutlich wie möglich.

    Mir kommts langsam so vor, als wenn deine Wahrnehmung etwas zu wählerisch ist, – dass du dir Inhalte zurechtinterpretierst.
    Wie kommst du zum Beispiel auf den Schwachsinn, dass mit „Weber raus“ irgendein Ziel von jemandem erreicht sei? Mein Ziel war das jedenfalls nie, und ich bin sicher, Tubes auch nicht.
    In der Mail von mir war ganz klar zu lesen, was meiner Meinung nach gemacht werden müsste, damit sich die Situation ändert. Solche Gedanken macht sich keiner, der einfach nur „Beenden“ will.

    „Schuld-Unschuld Gefasel“. Mit Empathie wäre es von Bedeutung für dich, was von deinem Beitrag transportiert wird.

  9. robertweber

    Das Du nichts persönlich gegen mich hast ist mir auch klar. Ich bin Dir auch nicht böse, wie ich ja bereits geschrieben habe, aber Tube und Dir muss doch einfach klar gewesen sein, dass nach so einer, wenn auch rein inhaltlicher Kritik (ziehst jedesmal die Veranstaltung nach unten, machst unsere Arbeit zunichte usw.), mir keine andere Wahl geblieben ist. Ich will weder Euren noch den Ansprüchen des Publikums genügen müssen, sondern nur meinen. (Ich halte das Publikum nicht für doof, um das noch mal klarzustellen, aber deren verständlicher Anspruch ist einfach, einen amüsanten Abend zu haben und dem will ich nicht gnadenlos gerecht werden). Daher komme ich auf den Schwachsinn: Weber raus. Alternativen sehe ich da keine.

    Schuld-Unschuld sehe ich deswegen nicht, und will sie auch keinem zuschreiben, weil ich nicht unschuldig an der Entwicklung bin und Ihr nicht Schuld daran, dass ich aussteige. Es geht offensichtlich einfach nicht mehr. Ich würde mich nicht nach Euren Vorstellungen ändern, ich könnte es nicht, ich wollte es nicht. Den einen Weber kann man ohne den anderen nicht haben.

    Und jetzt lass gut sein und uns lieber mal bei Gelegenheit ein Bier trinke gehen.

  10. robertweber

    Hab ein N vergessen.

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