Zombies zum Frühstück

Ein Halloween-Spezial am kommenden Sonntag auf Radio Voodoo, von 12 bis 14 Uhr auf der 99,1 oder per Livestream.

Zu Gast: Zombieexperte Bob

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten zurück auf die Erde.“ (George Romero)

Während eine Horde Zombies versucht, das Studio zu stürmen, informieren wir die Hörer über die besten Schutzmaßnahmen, die effektivsten Waffen, Taktiken und Kampftechniken gegen die Untoten. Dazu gibt es rohes Fleisch zum Frühstück (Tartarnein doch nicht, wegen Haltbarkeit, also Mettwurst oder so was). Ihr seid eingeladen, Brötchen mitbringen. (Bin leider nicht zum einkaufen gekommen.)

Zur Einstimmung auf die Sendung empfehle ich diesen kurzen Film.

Das Interview mit dem weltweit führenden Zomieexperten Max Brooks.

Der sich ausführlicher in der Washington Post äußert.

Informationen über Ausgrabungen, die den Verdacht einer Zombieepidemie im alten Ägypten nahelegen.

Oder die kurze Hintergrundinfo von mir:

„So zerschlag ich die Türen der Unterwelt,

Zerschmeiß ich die Pfosten, lass die Tore weit offen stehen,

Lass ich auferstehen die Toten, dass sie fressen die Lebenden,

Und der Toten werden mehr sein denn der Lebendigen.“

(Gilgamesch Epos, ca. 2000 v. Chr.)

„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten zurück auf die Erde.“ (George Romero, 1978)

Seit 1932 der Film White Zombie in die Kinos kam, geistern die lebenden Toten über die Kinoleinwand und mit George Romeros Dawn of the Dead (1978) wurden Zombies zu einer festen Größe in der Popkultur, wenn auch zunächst nur für eine überschaubare Gruppe unerschrockener Fans, nicht zuletzt wegen der zahllosen Indizierungen (Dawn of the Dead ist auch heute noch in Deutschland verboten, alle hierzulande erhältlichen Fassungen sind um etwa 15 Minuten gekürzt, was man schon an der „Ab 16“ erkennen kann).

Beliebte Computerspiele, von denen das bekannteste Resident Evil sein dürfte, Remakes (Dawn of the Dead von Zack Snyder – 300) und Versuche, sich neu an das Genre heranzutasten, wie in 28 Days Later von Oscar-Preisträger Danny Boyle (Slumdog Millionär), führten, 4000 Jahre nachdem Zombies erstmals erwähnt wurden, zu einer Renaissance des Genres und machte es einem größeren Publikum bekannt.

Der schlechte Ruf der Zombiefilme ist den expliziten Gewaltdarstellungen geschuldet, die den Zugang zum Subtext der Gesellschaftskritik und die durchaus philosophischen Aspekte erschweren. Das wird sich mit der Verfilmung von Cormac McCarthy’s (No Country For Old Men) Novelle The Road, die nächstes Jahr in die Kinos kommt, ändern (obwohl die menschenfressenden „Zombies“ in The Road, rein biologisch gesehen, noch am Leben sind, sind sie doch innerlich tot und verhalten sich ähnlich wie ihre Filmvorlagen. Das Buch kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen, wie eigentlich alles von Cormac McCarthy).

Allen Fans  sei aber schon jetzt DEAD SET empfohlen, neben SHAUN OF THE DEAD wohl das Großartigste, was das Genre bislang hervorgebracht hat. Natürlich aus Great Britain und hierzulande verboten. (Channel 4, die die Serie produziert haben, bieten die einzelnen Folgen zwar  zum Download an, die Seite ist aber für uns Deutsche gesperrt, wer sich auskennt, kanns wohl umgehen und manche sollen ja auch Freunde auf der Insel haben. Hier eine Filmkritik.)

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3 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

3 Antworten zu “Zombies zum Frühstück

  1. Friedel

    Neben Filmen ist das Thema Zombies auch im Internet vor allem aber auch in der Computer-Spiel-Branche weit verbreitet und breitet sich wie ein Virus aus (*hrhr*)

  2. robertweber

    Left 4 Dead würde ich auch gern mal spielen, aber dazu müsste ich mir einen neuen Computer kaufen.

  3. Pingback: Zombies zum Nachhören « nachrichten aus der scheinwelt

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