Monatsarchiv: August 2010

Filmkritik VIII. + IX. in Kürze

Von Löwen und Lämmern

Robert Redford bringt jungen Studenten auf den Pfad der Tugend zurück, zwei Ex-Studenten opfern sich in Afghanistan, eine Journalistin geht ihren Weg. Moralinsaures Gequatsche, dem ein wenig mehr Geballere gut getan hätte. Aber ok, ganz passabel.

Der Ghostwriter

Mit Spannung erwartet und dann doch kaum mehr als Durchschnitt. Britischer Premierminister wird von der CIA gesteuert, na ja. Vielleicht, lieber Roman Polanski, mal was wirklich Brisantes, z.B.  ficken mit Minderjährigen, die ein bekannter Regisseur vorher mit Drogen zulötet? Kommt halt kein Buch drin vor.

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Literaturwerkstatt IV.

Derzeit arbeite ich an einem Drehbuch für einen Grindhouse-artigem Trailer.

Dafür suche ich noch eine Produktionsfirma und Leute, die ziemlich scheiße aussehen. Also, wer sich bewerben möchte, einen Kommentar setzen.

Hier der erste Entwurf:

Die Verschwendeten

_____________________________Subs (wg. internationalem Markt)

1   Sie rauchen                                                   They smoke

2   Sie trinken                                                   They drink

3   Sehen scheiße aus                                      They looking like Bullshit

4   Und stinken                                                And stink

5   Sie haben keinen Job                                They having no Job

6   Kein Ziel                                                      They are aimless

7   Kein Geld                                                     Having no money

8   Und keine Freundin                                  And no girfriend

9   Sie reden nicht viel                                     They dont talk much

10 Und wenn                                                      But when

11 Dann nicht über Gefühle                            Then not about emotions

12 Sie lieben Pornos                                          They loving Pornos

13 Und Killerspiele                                            And Killer-Games

14 Sie leben von                                                  They living from

15 Abgepackten                                                   Packed

16 Marinierten                                                    Marinated

17 Blutigem, alten Fleisch                                 Bloody old Flesh

18 Ihr Zuhause ist die Kneipe                          There home is a pub

19 Und der Spätkauf                                           And the late shop

20 Sie haben nur sich selbst                             They only have there own

21 Und oft nicht mal das                                    And mostly not even that

22 Sie rasieren sich nicht                                   They don’t shave themselves

23 Sie putzen sich nicht die Zähne                   They don’t brush their theets

23 Uns sie haben nur zwei Unterhosen           And they only have a pair of shorts

24 Die sie nicht besonders oft wechseln          They did’nt change  it very often

22 In einer Welt                                                     In a world

23 Die beherrscht wird                                         Wich is dominated

24 Von MÜTTERN                                                By MILFS

25 Sind SIE                                                              THEY are

26 Die letzten                                                           The last

27 Wahren                                                                 Real

28 MÄNNER                                                             MEN

29 Auf einer Mission                                               On a mission

30 Die sie nicht überleben                                      They will not survive

31 Sie sind                                                                  They are

32 DIE VERSCHWENDETEN                       THE WASTED

33 Diesen Winter                                                      This winter

34 Als Bit Torrent                                                     On bit torrent

35 SHARE IT!

36 SEED IT!

37 SPREAD IT!

Abspann:

Did we mentioned, that there englisch is awfull?

We give a shit about it

Assholes

Das Ergebnis soll es ungefähr so aussehen:

Also, wer Bock hat, mitzumachen, unter Kommentare melden.

2 Kommentare

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Spruch des Monats

Diesmal von Kollege und Freund Falko Hennig:

„Wer regelmäßig ein Mittagsschläfchen macht, fürchtet den Tod nicht.“

(Vielleicht aber alles nur geklaut.)

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Bimbo II.

Der zweite Brief von „Bimbo an Männli“, zur Verfügung gestellt für die Dokumente der Straße von Robert Rescue, gefunden in einem Loch seiner Wohnung.

21.11.82

Männli,

ich möchte Dir noch soviel sagen.

Ich habe das Bärchen von Dir gefunden, er liegt schon im Bett, mein Gott war das wieder fürchterlich. Das kleine süße Bärchen, den Du so lieb genäht hast. Und die Wärmflasche und und und …

Es sind alles Sachen, die mich so an unsere Zeit erinnern. Dabei ist unsere Zeit doch noch nicht vorbei. Das Telefonat war schön, doch auch sehr schlimm. Alles krampfte sich in mir zusammen + dann sagst Du auch noch „ick hab Dir lieb“, ich dachte, ich müßte sterben.

Ich kann Dir noch nicht mal sagen warum das alles so gekommen ist. War es Frau Sonntag? War es unser zusammenleben was mir oft stank? Wäre es sowieso so gekommen? Ich weiß nur ich möchte nie auf Dich verzichten. Wenn wir uns vielleicht manchmal auch nicht sehen können, aber zu wissen müssen es gäbe Dich nicht mehr, ich glaube ich würds nicht überleben.

Stell Dir vor wir verlieren uns mit der Zeit, es wäre fürchterlich. Ich habe solche Sehnsucht nach Dir, warum könnten wir keine feine Familie sein, ich glaube die Zeit dazu ist einfach noch nicht reif. Vielleicht wird’s aber mal so.

Zausel hart sich vom Schrank gewagt. Lene verfolgt ihn fauchend, der einzige Ort wo sie ihn z. Z. aktzeptiert ist das kleine Zimmer, sie hat ihr Terretorium schon abgesteckt. Zausel war etwas zu spät. Aber sie wird schon schecken, das er dazu gehört. Hier hat Lene die Hosen an. Mein Bett habe ich auch schon gemacht mit dem Bärchen und dem Schal unter’m Kopfkissen, alles wie gehabt. Und doch alles sehr fremd hier für mich. Ich weiß das das hier nicht Dein Zuhause ist, die Seestraße das war immer unser Zuhause, Du lebst noch in unserem Daheim, ich bin in ein neues gezogen. Obwohl wir ja gemeinsam zuhause nicht viel waren, irgendwie warst Du immer da, Dein Werkzeugregal im Flur, wie oft habe ich darüber gemeckert, ich brauchte [mich] nur zu drehen, es waren überall Sachen von Dir. Ich habe das nie so bewußt wie heute gemerkt, viel hat mich ja auch in der See [straße] gestört und doch war es unser kleines Zuhause und schön. Ach ich muß schon wieder heulen. Das schlimmste ist, außer Dir versteht das niemand. Was will ich denn? Habe eine schöne Wohnung, tolle neue Sachen, Warmwasser ne’ Dusche. Da heule ich einer Hinterhofwohnung nach.

Von den Gefühlen, die damit zusammenhängen, hat ja niemand Ahnung. Ich bin gerne über den Hof gelaufen und ich fand ihn auch schrecklich diesen Hof, aber es war doch unser kleines Heim. Du hast dann unser kleines Heim notgedrungen etwas verlassen und doch hängen soviele Erinnerungen dran. Stell Dir vor so’ne Wohnung könnte reden, wieviel Trauriges und Freudiges würde da rauskommen. Ich bin ja auch so froh das Du sie noch hast, unsere kleine Wohnung.

Ob wir hier auch ein paar schöne Sachen erleben?

Ich habe noch gar keinen Bezug zu der Bude hier alles neu, fremd, unpersönlich.

Aber ein Bärchen wird sich hier schon etwas zurecht wurschteln.

Es quält mich auch fürchterlich, das ich Dir die Kinder nicht gelassen habe, aber wäre das auch noch gewesen, es ist vielleicht egoistisch gewesen, aber ich würde mich nie von den trennen können. Es tut mir leid Dir damit auch noch mehr wehgetan zu haben. Ich freue mich auf die Zeit, wo wir wieder gemeinsam spazierengehen.

Zausel kommt auch mal wieder gucken, er läuft ganz vorsichtig.

Ich rauche vielzuviel, aber was mir alles durch den Kopf schießt. Männli mein Herzl ist immer bei Dir, ich freue mich auf Dich.

Ich freue mich schon auf Deinen Anruf. Deine Stimme zu hören, zu wissen es gibt Dich tut so gut. Und die Kinder sind immer Deine Kinder, Du weißt das sie es gut haben.

Ich glaube Du bist sehr einsam, wenn Du nach Hause kommst. Männli, ich bin auch einsam. Ach ich möchte Dich festhalten und weiß das ich es nicht kann.

Holocaust läuft auch, soviel Trennung verkrafte ich nicht, stell Dir vor uns würde es so ergehen. Diese Leute müssen doch sehr stark gewesen sein teilweise. Ich hätte einen Herzschlag bekommen vor Kummer. Eine ganze Welt bricht heute für mich zusammen. Warum ist bei mir nur so das Gefühlsleben ausgeprägt. Meist bin ich traurig und hänge der Vergangenheit nach. Und im Selbstbemitleiden bin ich ja nun auch nicht schlecht. Jetzt denke ich jedoch nur an „Wie geht es Dir?“ Bist Du enttäuscht, resigniert oder was weiß ich.

Dropsel ich habe Dich lieb, vergiß das nicht.

Wenns auch ne’ ulkige Beziehung ist, ich finds schön mit Dir.

Geduscht habe ich auch und mir die Zähne geputzt ich werde mir jetzt immer die Zähne abends putzen. Fein.

Tschiep, tschiep, Bärchen. Ich habe Dir wieder viel Kohl geschrieben wa, aber das war heute für mich ein trauriger Tag. Das mußte ich Dir nu auch noch mal schriftlich mitteilen.

So Schnulli nu’ hops ich ins Bett, mal sehen ob ich schlafen kann. Ich denke an Dich.

Laß Dich Knuddeln

Dein Bimbole + die Kinder

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Erde an Himmel

Mein lieber Christoph,

vielleicht ist es vermessen, Dich beim Vornamen zu nennen, ich kannte weder Dich noch besonders viel Deiner Werke. Das Kettensägenmassaker war selbst bei uns, in der Provinz, legendär. Beeindruckt hat mich Dein Wolfgangseespektakel, wo Du das Wasser über die Ufer treten lassen wolltest, bis das auf Kohl ertrinkt (so habe ich es zumindest in Erinnerung). Gehört habe ich Dein Hörspiel Rosebud und es auch als Theaterstück gesehen, in der Volksbühne, sowie ein weiteres, völlig absurdes, an das ich mich jetzt nicht mehr erinnern kann; an der Aktion ATTA ATTA wollte ich zwar teilnehmen, war jedoch zu träge. Auch Deiner Wagner Inszenierung hätte ich gerne beigewohnt, dies war aber für mich unerschwinglich. Dein letztes Projekt, eine Oper im afrikanischen Burkina Faso zu errichten, hat mich natürlich an Fitzgeraldo erinnert. Ob Kinski ein Held war, mag bezweifelt werden, Du jedoch warst einer.

Eines war immer klar, gerne hätte ich mal was mit Dir zusammen gemacht und sei es nur, ein Bier getrunken. Heute erfahre ich, dass Du tot bist, mir fehlen die Worte, nicht ganz aber fast.

Grüß mir Michael, wenn Du ihn siehst. Mit Tränen in den Augen und die auch für Deine mir noch unbekanntere Frau.

Robert Weber

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Filmkritik VII. in Kürze

Inception

Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an, die Menschen davon abzubringen, in diesen Film zu gehen

Falko Hennig

Damit ist eigentlich alles gesagt. Bei mir hat er’s geschafft.

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Filmkritik VI. in Kürze

Tage des Ruhms – belangloses Multi-Kulti-Kriegsfilmchen, dass die Geschichte einer algerischen Einheit erzählt, die im 2. Weltkrieg für die Franzosen kämpft. Privat Ryan für Arme. Dennoch für einen Oscar nominiert, wegen Irak oder so was.

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