Altersvorsorge für Künstler

Ein Kollege von mir, der dieses Jahr mind. genauso wenn nicht mehr verdient hat wie ich, zahlt den Maximalbetrag eines Jahres (etwa 1400 Euro) in das Presseversorgungswerk ein und kassiert dabei bestimmt unglaubliche Dividenden und – nicht zu vergessen – den Riesterzuschuss (Riester – war das nicht eine Drecksau, hat der nicht Steuern hinterzogen oder so was? Irgendwas war da.). Damit möchte er seine Rentenlücke von ca. 800 Euro im Monat ausgleichen (entspricht etwa meiner).

Meine Fragen an den involvierten Wirtschaftsberater gingen dahingehend: Wer bekommt mein Geld, was passiert damit, wann wird es zurückgezahlt und wieviel, und wer bekommt mein Geld, wenn ich dann schon tot bin?

1400 Euro jährlich für die Deckung meiner „Rentenlücke“ ist ohnehin ein Witz, selbst wenn der Staat noch 100 draufpackt, käme ich damit in 20 Jahren (geschätztes Renteneintrittsalter, inflationsbereinigt) nicht mal zwei Wochen über die Runden.

Also zahlte ich die nächsten 20 Jahre den Maximalbetrag ein (also immerhin ca. 100 Eulen im Monat x 20 x 12 = 24.000). würde mir das vielleicht ein Jahr (?) ein sorgenfreies (?) Rentnerdasein (?) ermöglichen (inflationsbereinigt, Währungsreformen nicht ausgeschlossen). Behielte ich das Geld, hätte ich zumindest zwei sorgenfreie Jahre. Also was tun?

Wirtschaftsberater bitte antworten.

Wer mir schlüssig beantworten kann, warum ich an Gott und die Rente glauben soll (Blühm: Die Rente ist sicher / Gott: Mich gibt es, aber in echt, ey!), der bekommt den Zuschlag. Oder bin ich einfach nur doof?

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6 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

6 Antworten zu “Altersvorsorge für Künstler

  1. Wer an die Rente und an den Riester-Priester glaubt, über den lacht sich sogar der Osterhase tot! Man sollte sich beizeiten damit abfinden, daß es zum Suizid mit 67 oder zur Gerontokriminalität wenig glaubwürdige Alternativen gibt. Besser jetzt die wenigen EuroGlocken zum klingen bringen, alles verprassen und das Alter für sich selber sorgen lassen – oder es verpassen!

  2. Ich prognostiziere steigende Senioren-Kriminalität. Im Knast ist es dann vielleicht auch noch schön warm.

  3. Zunahme der Alterskriminalität ist ja klar! Aber ihr habt eines nicht bedacht: Eben nicht nur der Alterskriminalität! Am Ende überlebt nur der, wer zuerst am Mülleimer ist! War woanders auch schon so! Knast fällt übrigens auch aus, insbesondere für Senioren! Dort gibt es in Zukunft Altersbegrenzung!

  4. Dann wohl Todesstrafe für kleinkriminelle Oppas = Soilent Green? Oder doch besser irgendwo irgendwas einzahlen?

  5. Wichtiger ist die Todesstrafe für kleinkriminelle Ommas, denn die Oppas sterben wie gehabt von alleine weg. Daran wird auch die Rente mit 75 nichts ändern. Der einzige Unterschied zu früher ist der, daß heute jeder weiß, daß die Rente nicht sicher ist. Wieso sollte man/frau da noch irgendwo einzahlen?

  6. Fällt mir gerade noch ein: Wahrscheinlicher als die Einführung der Todesstrafe ist Hand abhacken, was ab einem bestimmten Alter aber aufs selbe hinausläuft.

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