Monatsarchiv: November 2010

Nach der Krise ist vor der Krise

Deswegen:

Di, 07.12.10, 19.20 Uhr, SWR 2
Heiermann – der Letzte seiner Art

(Seit kurzem auch zum Online-Hören hier.)

Ein Hörspiel-Feature-Doku-Fiction-Feature-Hörspiel
Von Robert Weber
Regie: der Autor

Sebastian Schäfer, Hans Josef Eich, „Heiermann“

„Angenommen, ein Volk besteht aus zehn Leuten. Zu Beginn besitzt jeder 100 Euro. Insgesamt ist also Bargeld in Höhe von 1000 Euro im Umlauf. Falls einer mal knapp bei Kasse ist, kann er sich vom anderen was leihen und zahlt es ihm zurück, sobald er kann.“ Soweit versteht das ja noch jeder, aber jetzt wird’s schwieriger: „Einer von den zehnen, ein gerissener, egoistischer Schweinehund, kommt nun auf die Idee, für verliehenes Geld Zinsen, sagen wir mal in Höhe von zehn Prozent, zu verlangen. Die anderen, auch nicht blöd, denken sich, das kann ich auch. Schwupps hat sich die Geldmenge von 1000 auf 1100 Euro erhöht, ohne dass die 100 Euro überhaupt existieren.“ Und weil es ab da eigentlich schon nicht mehr funktioniert, wird es ganz kompliziert. Aber keine Sorge! Unter Anleitung vom guten alten Fünfmarkstück, dem Heiermann, der tatsächlich mehr wert war als er wert war, führen wir Sie auch durch die kommenden Finanzkrisen.
(Prod.: SWR 2009 / Red.: Katrin Zipse)

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Ein Kommentar

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Falko Hennig …

… hat heut noch nicht getwittert. Vermutlich ist er tot.

Nachtrag:

Heute erreichte ich bezüglich diese Eintrages der Kommentar eines begeisterten Lesers, der schrieb, ich solle mir einen mit Fickscheiße beschmierten Papenfuß in meinen homophoben Arsch schieben.

Schade, dass das so rein gar nichts mit diesem Eintrag zu tun hat und deshalb auch nicht freigeschaltet wird. Außerdem: Ts-ts-ts, so viele schlimme Wörter, das gehört sich doch nicht. Etwas mehr Contenance bitte! Gerade von einem Homosexuellen hätte ich doch etwas mehr Stil erwartet.

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Spruch des Monats

Also wenn schon vegetarisch, dann vorher ein Wurstbrot.

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Treue zahlt sich aus

Also nicht nur Treue zur geliebten Frau, sondern auch die zur Stammkneipe, erhielt ich heute dort doch eine Einladung zum Eisbeinessen, nachdem ich, eigentlich unterweges zum Kempowski-Archiv, kurzfristig erfahren hatte, dass die 12 wegen Oberleitungsschaden ausfällt (also noch mehr Ersatzverkehr hin- und zurück). Planänderung also. Ein Filmquiz schreiben, Voland & Quist über den Stand der Dinge informieren und dann ein Bier trinken gehen.

Warum macht eigentlich das Freudenhaus sowas nicht?

Spruch des Tages: Ehre und Stärke, Treue und Liebe, der Rest ist nur Staub und Wind. (Zusammengesetzt aus „Gladiator“ und mir.)

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Vermutlich bin ich tot

Aber das ist es mir wert. Als ich neulich mit meiner Frau, Dietrich und dessen im Nordring saß, kam ein Pilot herein, der hinterher seine Papiere vergessen hat, uns aber vorher zum Trinken einlud.

Prinzipiell ein Dokument der Straße par excellance (? – mien Francouis is terrible).

Die Papiere liegen immer noch dort, obwohl Barkeeper Klaus selbst die französische Botschaft kontaktiert hat, um dem guten Mann dieselben zurück … Arggh…

„Scherz“ beiseite. Kennt jemand diesen Mann? Seine Papiere liegen immer noch dort. Eigentlich wollte er am nächsten Tag wieder zurückfliegen, wohin auch immer. Nicht, dass er jetzt irgendwo einsitzt …

Dear Monsinour Mulon,

your Papers already (still?) in the „Nordring“. Make a call or leave a comment. We will send it to you.

(Foto gelöscht. Viva la Legion Etrangere!)

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Ist doch nur Geld

Wurde ich doch gestern gefragt, warum ich so traurig aussehe, ob es mir schlecht ginge? Nein, sagte ich, mir geht es sogar großartig, ich dächte nur über einen guten Freund nach. Ob der krank sei, so sie. Nö, so ich, aber mit ein wenig Pech müsse dieser Privatinsolvenz anmelden. Ach so, meinte die Dame, darüber solle ich mir doch nicht den Kopf zerbrechen, das sei doch nur Geld.

Hat sie auch wieder recht.

Kurz darauf stellte sich eine weitere Dame zu mir und schlug einen recht vertraulichen Tonfall an. Woher wir uns kennen würden, fragte ich. Von da und dort, erwiederte sie. Ich konnte mich zwar weder an sie noch an da und dort erinnern, tat aber so.

Dann tanzten wir. Bevor sie aber auf dumme Gedanken käme, so ich, müsse ich ihr sagen, dass ich verheiratet sei und sie gegen meine Frau nicht anstinken könne.

Damit war der Tanz beendet.

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Skurriles aus der Scheinwelt

Heute erreichte mich ein Umschlag, den ich ich an Radio Bremen versandt hatte …

… und auf dem hervorgeht, dass die Deutsche Post nicht Willens oder in der Lage ist, Radio Bremen in Bremen zu finden. Selbst wenn die angegebene Straße nicht mehr stimmen sollte, müsste das doch möglich sein, liebe Postboten, oder kennt ihr eure eigene Stadt nicht?

Allerdings ging es mir umgekehrt schon genauso, weil irgendwelche schwäbischen Hilfsausträger nicht die Vorstellungskraft haben, in Berlin einen Seitenflügel mit Briefkästen zu vermuten, also Briefe an mich als ebenso unzustellbar zurückgestellt wurden. Wie oft das schon passiert ist, weiß ich nicht, aber nette Menschen, die an mich schreiben, rufen ab und zu an, ob ich noch dort wohne, wo ich wohne, und ich wohne immer noch dort, wo ich wohne.

Nett auch der heutige Erstatzverkehr der U2, bei dem ca. 100 Leute in der Kälte bibberten, während vier leere Busse auf der anderen Straßenseite auf die Einhaltung ihrer pünktlichen Abfahrtszeit warteten. Dass direkt im Anschluss zwei davon mit der Aufschrift „Betriebsfahrt“ an der tobenden Menge vorbeifuhr (haben wohl sehen wollen, wieviel so mitwollen, für die Statistik), und die restlichen zwei restlos überfüllt waren, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass Kundenklima zu verbessern, meine liebe BVG.

Alles in allem doch ein erfolgreicher Tag, da ich endlich zur Hochkultur zähle. Was es damit auf sich hat, verrate ich später.

P.S. Tatsächlich hat sich die Anschrift von Radio Bremen in Bremen geändert, wie ich in 10 Sekunden herausfinden konnte. Sie lautet jetzt:

Radio Bremen
Diepenau 10
28195 Bremen

Trotzdem: Ein Skandal! Anderweitig werden Briefe 100 Jahre später noch zugestellt, ihr Pfeifen.

Der einzige Trost, der einem noch bleibt, ist ein kräftiges Cordon Bleu mit Pommes (natürlich beides selbstgemacht), wie’s geht, könnt ihr googeln.

Oder, falls Euch das zu mühselig ist: Kartoffeln in dünne Streifen schneiden, salzen, pfeffern und in einer Pfanne in Öl frittieren.

Entweder ein gutes Stück Schnitzel plattklplopfen, mit Schinken und Käse füllen, zusammenfalten und mit Zahnstochern zusammenspiekern, danach panieren (Schnitzel erst in Mehl, dann in Ei, dann in Semmelbrösel wälzen, genau in der Reihenfolge) und wie gehabt in der Pfanne braten; – oder sich, wie hier geschehen, ein ordentliches Stück aus dem Schnitzelfleisch herausschneiden lassen und in der Mitte an- aber nicht durchschneiden, Füllung rein, Rest wie gehabt. (Die dünne Version scheint mir aber besser, hier, wie Ihr seht, sind mir die Semmelbrösel etwas angebrannt.)

Geschmeckt hat es trotzdem.

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