Skurriles aus der Scheinwelt

Heute erreichte mich ein Umschlag, den ich ich an Radio Bremen versandt hatte …

… und auf dem hervorgeht, dass die Deutsche Post nicht Willens oder in der Lage ist, Radio Bremen in Bremen zu finden. Selbst wenn die angegebene Straße nicht mehr stimmen sollte, müsste das doch möglich sein, liebe Postboten, oder kennt ihr eure eigene Stadt nicht?

Allerdings ging es mir umgekehrt schon genauso, weil irgendwelche schwäbischen Hilfsausträger nicht die Vorstellungskraft haben, in Berlin einen Seitenflügel mit Briefkästen zu vermuten, also Briefe an mich als ebenso unzustellbar zurückgestellt wurden. Wie oft das schon passiert ist, weiß ich nicht, aber nette Menschen, die an mich schreiben, rufen ab und zu an, ob ich noch dort wohne, wo ich wohne, und ich wohne immer noch dort, wo ich wohne.

Nett auch der heutige Erstatzverkehr der U2, bei dem ca. 100 Leute in der Kälte bibberten, während vier leere Busse auf der anderen Straßenseite auf die Einhaltung ihrer pünktlichen Abfahrtszeit warteten. Dass direkt im Anschluss zwei davon mit der Aufschrift „Betriebsfahrt“ an der tobenden Menge vorbeifuhr (haben wohl sehen wollen, wieviel so mitwollen, für die Statistik), und die restlichen zwei restlos überfüllt waren, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass Kundenklima zu verbessern, meine liebe BVG.

Alles in allem doch ein erfolgreicher Tag, da ich endlich zur Hochkultur zähle. Was es damit auf sich hat, verrate ich später.

P.S. Tatsächlich hat sich die Anschrift von Radio Bremen in Bremen geändert, wie ich in 10 Sekunden herausfinden konnte. Sie lautet jetzt:

Radio Bremen
Diepenau 10
28195 Bremen

Trotzdem: Ein Skandal! Anderweitig werden Briefe 100 Jahre später noch zugestellt, ihr Pfeifen.

Der einzige Trost, der einem noch bleibt, ist ein kräftiges Cordon Bleu mit Pommes (natürlich beides selbstgemacht), wie’s geht, könnt ihr googeln.

Oder, falls Euch das zu mühselig ist: Kartoffeln in dünne Streifen schneiden, salzen, pfeffern und in einer Pfanne in Öl frittieren.

Entweder ein gutes Stück Schnitzel plattklplopfen, mit Schinken und Käse füllen, zusammenfalten und mit Zahnstochern zusammenspiekern, danach panieren (Schnitzel erst in Mehl, dann in Ei, dann in Semmelbrösel wälzen, genau in der Reihenfolge) und wie gehabt in der Pfanne braten; – oder sich, wie hier geschehen, ein ordentliches Stück aus dem Schnitzelfleisch herausschneiden lassen und in der Mitte an- aber nicht durchschneiden, Füllung rein, Rest wie gehabt. (Die dünne Version scheint mir aber besser, hier, wie Ihr seht, sind mir die Semmelbrösel etwas angebrannt.)

Geschmeckt hat es trotzdem.

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