Monatsarchiv: Februar 2011

Tanja Dückers …

… („formal prüde“ FAZ) , hat bei mir schon immer den Eindruck hinterlassen, als würde sie die Rolle der Schriftstellerin in einem miesen Schülertheaterstück spielen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und nachdem alle Stipendien abgegrast sind, bleibt ihr vermutlich tatsächlich nichts anderes übrig, als die SPD.

Ahne dagegen macht mit den drei Sätzen, die er mal auwendig gelernt hat, inzwischen groß Karriere in Deutschlands Autohäusern (also nicht deutschen Autohäusern, wohlgemerkt), indem er die Autohäuser, nein, die Sätze natürlich, immer wieder umstellt (also im Sinne von Umstellen und dann sich abknallen lassen, so, wie die Indianer in die alten Western). Und bevor man mir jetzt Neid untastellt (also nicht im Sinne von unterstellen unter die Eiche bei Gewitter), icke jönns ihm, da kann er mehr Zeit mit die Familie verbringen, oder?

“Und wie kommst du damit zurecht?” Darauf er: “Ich? Eigentlich ganz gut. Bin ja nicht so oft zuhause und dienstags und mittwochs nehme ich mir ‘ne Auszeit.” (Quelle: Ahne)

UPDATE: Wie mir Tanja Dückers versicherte, wählt sie nicht die SPD und macht weder für diese noch sonst eine Partei Werbung.

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Piranhas (3D)

Ausnahmsweise ist hier das Remake mal besser als das Original. Leider ist die DVD-Version nur in 2D. Schade, der erste Film, den ich mir wirklich gerne mal in drei Dimensionen angesehen hätte, funktioniert aber auch in der altmodischen Betrachtungsweise. Großartiges Splatterkino.

Mehr zu den niedlichen „Kannibalen“, wie sie in Südamerika auch liebevoll genannt werden, hier.

Ein Brauch einiger einheimischer Indianerstämme besteht darin, nur die Skelette der Toten zu begraben. Dazu werden die Verstorbenen für kurze Zeit an einem Seil ins Wasser gehängt, um als Aasfutter für die Piranhas zu dienen. (Wikipedia)

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Chatten 1945

Auch ein sehr merkwürdiges Dokument. Alles wurde auf derselben Schreibmaschine geschrieben und steht auf einem vergilbten DIN A4 Bogen, undatiert, allerdings zusammen mit den anderen Dokumenten (also Schriftverkehr Gerda vs. W.S.) zumindest dem Jahr zuzuordnen, mit zahlreichen Tippfehlern, was darauf hindeutet, dass es jeweils sehr schnell und in Hektik eingetippt worden ist. Ich nehme an, die beiden haben die Maschine gemeinsam genutzt und das Papier einfach drin gelassen. Anders kann ich es mir nicht erklären. Jedenfalls chatten war auch schon vorvorgestern. Die Verfasser sind anonymisiert, die Tippfehler nicht übernommen.

Gerda vs. Wilhelm 1945

Hierdurch möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mich am Freitag nicht öffentlich sehen lasse. Ihre Gerda Sprang

Dann machen wir es eben nicht öffentlich, sondern haben uns wie an den anderen Abenden auch etwas zu erzählen, wo keiner zuhört! Einverstanden, mein kleines Fräulein? Gruß und Kuß, nicht Ihr, sondern Dein W.S.

Nein, nein, nein. Es kann doch [nicht?] sein! Es kann nicht sein. Gerda!

Aber, wenn ich sehr lieb darum bitte, kann man mir diesen kleinen Wunsch niemals abschlagen!

Man kann schon, wenn man nur will – und ich will

Es muss doch einmal sein!

Ja, das kommt noch früh genug!

Du Dummerchen! Wozu so viel Schreiberei? Man kann es doch viel einfacher haben!

Meinst Du?

Ich habe sehr  l i e b  darum gebeten, und da kann man, wenn auch das Herz „Nein“ sagt, nicht drum rum!

Doch! Basta!

Sehr gut, also einverstanden? Ja, mit meiner letzten Reihe! [Gemeint ist das Ende des Papierbogens]

Gesehen und nicht genehmigt! Gerda Sprang

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Heterosexualität ist wider die Natur

Meine ehemaligen Kollegen von den Vorlesebühnen haben mir ja oft Homophobie unterstellt, doch bin ich, in Zusammenhang mit der Arbeit an einem Buch, langsam auf dem Wege der Besserung. Homosexuelle sind einfach niedlich, wenn sie verliebt sind und so habe ich das mit den Frauen tatsächlich noch nie gesehen, wie in folgendem Brief (einer von vielen, die Bodo an Stefan, der leider nie antwortete, geschrieben hat), der von mir lediglich gekürzt und anonymisiert, aber sonst in keinster Weise verändert wurde, incl. Interpunktion, Grammatik usw.

Bodo an Stefan, 12.12.96

Hallo Stefan.!

Guten Rutsch für Dich noch einmal aus Holland zu Dir.

Deine Freundin wird Dich wohl gut ins neue Jahr vernaschen, – und Frauen sind Eifersüchtig auf einen Freund, der Dich vernaschen möchte, – habe das gelernt im Leben, von Frauen.

Sicher wird Dir meine Männliche Meinung nicht gefallen, oder doch,?

Ich mache mich als Junggeselle nicht unglücklich mit Frauen,-  jede dritte Ehe wird geschieden,- viele Männer fallen drauf rein,- sterben jung in der Familie mit Kinder, – Statistisch bewiesen,- die Frauen erben alles, und werden älter Frauen.

Beruf und Ehe-Familie-passen nicht zusammen, viele denken aber ja,- und wenn sie über die 50 Jahre kommen,- haben sie grosse Probleme und Sorgen, beinahe jeder dritte Kollege von mir, ist daran verstorben. Mir soll es nicht passieren, ich muss keine Sorgen mir machen, mit Freundinnen oder Frauen, – ich bin ein Mann, kann ohne Weibliches Geschmuse sein, zuhause. Lasse mich nicht fangen, bin sehr gerne allein. Vom Ballet an, habe ich so schöne Mädchen kennen gelernt, alle wollten schnell bummsen und ein Kind,- heiraten und Geld,- das brauche ich nicht lieber Stefan. So ich sehe versuchst Du es mit Frauen,- ich habe das Gefühl,- gebunden mit eine Freundin,- über 50 Jahre, weiss man genau, was nicht besser gewesen wäre, für einen Mann.

Viele Heterosexuelle finden das Normal, so muss es sein, Mann-Frau. Ich bin bestimmt nicht schwul, wenn eine Frau nicht gleich einen rein kriegt in Ihren Bauch, lache über, wenn sie das so nennen.

Ich liebe einen Mann,- ja Freund, und was ich mit ihn mache, geht keinen was an. Schliesse meine 4 Zimmerwohnung hinter mir zu, brauche keine weibliche Hilfe an meinen Schwanz, mit Frauenhände.

So jetzt weiss Du mehr von mir aus Holland,- könnte Dich sehr lieben. Bleibe ich nur ein Fan von Dir,- Du hast ja Deine Neu-Freundin.

Ich lebe nach den Schauspielerberuf, sehr seriös allein in Holland. Mache mir den Haushalt und Kochen schon selber, selbst ist der Mann. Die meisten Männer wollen das nicht, sind auf die Frau angewiesen. Mein Onkel war verheiratet, Kapellmeister, zu mir sagte er immer, Bodo Du tust das ganz richtig, – ich musste lachen, als er zu mir sagte,- seine Frau ist oben mit Puder, Lippenstift, Schminke am Tag hui,- ohne das pfui, ein graues Huhn abgeschminkt.

Mit ihren rot spitzen Fingernägel, hat sie mir oft, in meinen Schwanz gekrazt, so geil musste ich sie durch ficken [hier unklar wer, der Onkel oder Bodo].

Ist doch so in der ganzen Natur, bei allen Tieren, ist der Mann der aller bunteste, das Weib die grauen,- die Menschen drehen die Natur um.

Viele Menschen wollen das nicht gerne hören, wenn ein Mann das sagt,- er muss eine Frau schmeicheln, und sagen Du bist die Schönste mit Make Up im Gesicht und Körper, falsch in der Natur, Stefan.

Papis und Muttis darf man das nicht sagen, dann sind sie böse.

Rita Hayworth in Hollywood, sah ich mal ohne Schminke Morgens, furchtbar, war sie geschminkt, machte sie alle Männer verrückt, ist eine dünne Frau. Ein Hering, wie Claudia Schiffer – Cindy Crawford,- das soll schön sein,? Die schönsten Kerle, gehen weg von diese Sorte schöne Frauen, sind sie nicht, alles nur aufgeputzt, wie ein Fasan, – für die Fortpflanzung nur. Ein Topf findet seinen Topf, stimmts, – denke das ich Recht habe.!

Aber Schluss mit meine Meinung, pass auf für Dich, macht Dich nicht unglücklich, wie viele Männer mit Frauen werden.

Bleibe schön gesund Stefan,- trotzdem bleibe ich Dich sehr mögen,- gleich würde ich Dich als Mann vernaschen, es tut nicht weh, genau dasselbe, als mit Frauen, und nie anders.

Ich hatte mich als Freund verlangen, sehr in Dich verkuckt, wäre schön immer mit Dir zuschlafen, dann ist man, noch nicht schwul. Schwul ist ein dummes Frauen, oder Heterowort, sie machen es viel schlimmer. Schau lieber Stefan, bleib so Du bist, – ich mag Dich sehr.

Deine Freundin verbietet es mir ganz sicher.

Prosit 1997, Stefan. Ich bleibe allein an die Festtage. Denke an Dich! Okee, lov you!

Dein Bodo

[Ich frage mich, ob Bodo die Google-Übersetzungsmaschine benutzt hat, aber die gab’s damals noch nicht. Ich denke, würde ich einen Liebesbrief in Englisch verfassen, würde das für die Engländerin so ähnlich aussehen, will den Bodo wegen seines Deutsch‘ also wirklich nicht durch den Kakao ziehen, nur, falls das jemand vermuten sollte. Lustig ist es dennoch. Und, um alle Homosexuelle, vor allem die, die ich kenne, in Schutz zu nehmen, der gute Mann war zum Zeitpunkt des Verfassens um die 67, aber auch hier gilt: Alter schützt vor Torheit nicht. In diesem Sinne: Prosit 2033. – Und, Kerls, überlegt Euch das noch mal mit den Frauen. Jeder Dritte stirbt daran.]

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Hartz IV. Reform

Wieder mal Tagesschau geguckt. Erst jetzt wird mir klar, es geht nicht um eine Erhöhung von 5 oder 8 € pro Tag, aber worüber diskutieren die dann zur Hölle oder um Gottes Willen? Außerdem die Frage: Warum ist eigentlich Falko Hennig nicht zu Gast bei Anne Will? Und wieso ist dieses Jahr Superwahljahr? Irgendwie hab ich eine Menge verpasst, so scheint mir. (Da fällt mir ein, bei mir liegt seit Wochen eine ungeöffnete Abstimmungsbenachrichtigung des Senats rum, hoffentlich nix wichtiges.)

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Party, überall Party

Schon wieder eingeladen. Früher hätte ich mich gefreut, heute bleib ich lieber zuhaus und gucke „Social Network“.

(Ein Film übrigens so langweilig wie Facebook)

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Kalbsbrust, Maishähnchen und Schaschlik

Zunächst das Maishähnchen (heißt eigentlich nur, dass es nicht mit Fleisch oder Fisch gefüttert wurde, im Gegensatz zum Fisch- oder Hundehähnchen). Mit Salz und Pfeffer einreiben, mit Kräutern (Salbei, Thymian, Rosmarin) und einer halben Zitrone füllen, für  1,5 Std. in den Backofen, dazu gekochten Blumenkohl, fertig.

Oder in Olivenöl geschmortes Gemüse (Broccolie, Zuckerschoten, Kartoffeln, Lauch, Möhren) dazu:

Kalbsschmorrippen gehn auch (also zum Gemüse, nicht zum Hähnchen), dazu einfach das Rezept für Schweinerippchen auf dieser Seite nehmen und das Bier weglassen (oder doch nicht? Hm):

Jetzt aber zur Sache, Schätzchen. Selbstgemachtes Tomatenketchup erklärt sich fast von selbst, Tomatenmark in Olivenöl ankaramelisieren (also anbraten) lassen, den Rest kleinhacken, dazugeben, mit Curry oder Paprika, Chillie oder nicht würzen, also alles im Prinzip wie ne Tomatensoße, die nicht aus der Dose  ….

(Dit grüne sind frische Kräuter, der Rest Zwiebeln und Paprika)

Dazu ein Schaschlik mit quasi dem Gleichen (Paprika, Räucherspeck, Zwiebeln) + Schweinefilet. Kurz anbraten und für eine halbe Stunde in den Ofen.

Fertig und mit Krautsalat sieht’s so aus (Weißkohl / Spitzkohl klein hacken, mit Zitronensaft, Kümmel und Olivenöl eine Stunde ziehen lassen, Salz und Pfeffer, wie bei allem, obligatorisch, der Rest ist Gefühl.)

Die leere Stelle mit Baguette füllen. Also Krautsalat ist grad mein Favour.

Und bevor Ihr denkt, jetzt rastet er völlig aus, Gemüse ist billig und das Fleisch in der Regel aus dem Sonderangebot, da nehm ich immer so das, was so da ist (z.B. Schweinefilet hat mich nen Fünfer gekostet, die Kalbsbrustrippchen vier, das Hähnchen war mit sieben schon relativ, (Bio wär mir noch lieber, kost dann aber gleich um die 15, Maishähnchen ist auch völlig ok). Also alles für zwei oder zwei Tage.

Meines Erachtens sollten bei den derzeitgen Lebensmittelpreisen ca. 10 Euro pro Person pro Tag nur für’s Essen gerechnet werden, unter 500 (+ Miete & KV) geht’s doch nur noch ums Über- nicht ums Leben. Würde den Krankenkassen auch viel Geld sparen. Im Moment liegen die, glaube ich, bei 4,50, das reicht grad mal für die Zigaretten. Soviel zur Hartz-Debatte.

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