Wohngeld vs. Hartz IV.

Nur zur Information, die ich zu dumm war, zu lesen: Wer vorher Wohngeld bezieht und dann Hartz IV. beantragt, wo er das Wohngeld angeben muss, welches ihm abgezogen wird, ist nicht mehr Wohngeldberechtigt und muss das Wohngeld zurückzahlen, wenn er nicht mehr Hartz IV. bezieht. Tricky irgendwie. Soll mal einer sagen, der Staat hat’s nicht drauf. Bin jedenfalls aus Gutmütigkeit der Sachbearbeiterin einer Strafanzeige entgangen (von Ihnen ist ja eh nix zu holen, ausser dem Wohngeld natürlich, welches ich aber rückwirkend beantragen könne).

Also rein formal und als Rechtsbeihilfe: Wer Wohngeld bezieht, das ihm bei Hartz IV. Bezug abgezogen wird, muss sich vorher beim Wohngeldamt abmelden, bevor er sich bei Hartz IV. anmeldet, und das steht auch so, irgendwo. Ansonsten verrechnet das Wohngeldamt mit dem Hartz IV. Amt aber nur solange (und nur aus Gutmütigkeit) man Hartz IV. bezieht (und das Hartz IV. Amt, auch wieder nur aus Gutmütigkeit, anerkennt, dass einem das zu Unrecht erhaltene Wohngeld, nach dem explizit gefragt und das einem abgezogen wurde, den Differenzbetrag ausgleicht), danach ist man nicht mehr Wohngeldberechtigt und das Wohngeld wird zurückgefordert, es sei denn, man beantragt es rückwirkend. Alles andere ist ein Bußgeld- oder Straftatsbestand.

So hab ich es jetzt jedenfalls verstanden. Einfacher geht’s wirklich nicht (und das ein Jahr später. Kostenpunkt: 500 Euro, im günstigsten Fall, außer ich beantrage rückwirkend mit dem Steuerbescheid 2009 unter Vorbehalt des Einkommens 2010, wobei mir aber wieder der Bezug von Hartz IV. angerechnet und die verrechnete Ausgleichszahlung des Wohngeldes mit Harz IV. abgezogen … usw.).

Na ja, was soll ich sagen. Ich zahl lieber die 500 bevor ich noch im Jugendknast lande. Da müsste ich nämlich mit Zigaretten bezahlen, die mir aber als geldwerte Leistung rückwirkend aber nicht strafmildernd die Bewährung versauen würden, es sei denn …

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3 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

3 Antworten zu “Wohngeld vs. Hartz IV.

  1. Also entweder bin ich zu blöd oder meine beiden linken Gehirnhälften verweigern hierbei den Dienst

  2. DWD

    Gegen das HartzAmt hilft oft ein guter & kostengünstiger Anwalt, der
    Dr. [echter Dr.jur!!!] Korzilius & sein Sozius der Anwalt [sinis nobili] Blume.
    Kontakt:

    info@kanzlei-korzilius.de

    denn:
    „Selig sind die Geharzten, die sich dem Amt auf dem Rechtsweg entziehen.“
    Jesus Sirach II

    • robertweber

      Nützt Dir aber nur was, wenn Du im Recht bist. In dem Fall bin ich im Unrecht, weil’s irgendwo auf dem Wohngeldbescheid stand, da hilft mir auch kein Anwalt nicht. Das Abstruse daran war eigentich nur, dass das Job-Center sich den WoGe Bescheid vorlegen lässt und dann abzieht und das WoGe Amt mit dem Job-Center verrechnet. Einfacher wäre ein Hinweis beim Job-Center, daß das eigentlich alles gar nicht geht. In meinem Fall war’s halt blöd, dass ich nicht wusste, dass ich nicht mehr WoGe berechtigt bin, als ich mich nach ein paar Monaten abgemeldet habe, also bei Harz, und davon ausgegangen bin, dass das Woge weiter läuft, was es ja auch tat. Nur muss ich das jetzt zurückzahlen und kann von Glück sagen, dass kein Bußgeld bzw. Strafverfahren wegen Erschleichung von eingeleitet wurde. Und ob das Job-Center die einbehaltenen WoGe-Beträge dem WoGe Amt erstattet, ist auch noch unklar. Dagegen könnt ich dann aber sicher klagen, falls es nicht so oder nötig sein sollte.

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