2. Mai – Nachlese

Ein Pärchen aus Dresden ist extra zum 7. Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen angereist, da sollten sich andere mal ein Beispiel dran nehmen. Von der hochpolitischen und große Töne spuckenden Lesebühnenquarksoße habe ich jedenfalls nur wenige gesehen: Den depressiven Falko Hennig, den distinguiert wirkenden Jakob Hein, den sich ständig umsehenden Autohaus-Ahne, den großartigen Speaker Spider, den treuen Robert Naumann, den pflichtbewußten Tube und den tapfren Jürgen Witte.

Schwach, ganz schwach, meine Damen und Herren. Vielleicht sind mir aber jetzt einige entgangen, die doch da waren. Die Schätzungen bzgl. der Teilnehmerzahl schwanken zwischen 200 und 300 Teilnehmern.

Es fehlten:

250.000 Berliner Arbeitslose und mindestens ebenso viel prekär Beschäftigte.

Außerdem:

Die ganze Mischpoke der neuen Surfpoetengeneration.

Bis auf einen zwei alle von der Chausee der Enthusiasten.

Etwa die Hälfte ein Drittel der Reformbühne.

Von der Reformbühne waren übrigens alle da, außer Uli und dem sich in den USA befindenden Heiko Werning. (Ahne)

Die meisten von LSD.

Alle von den Brauseboys.

Von den anderen Lesebühnen kann ich mir die Namen nicht merken, schon gar nicht deren Gesichter. Kotzt mich an, das alles. Bin aber auch grade in einer merkwürdigen Phase meines Lebens. („Fight Club“)

Hier einige Fotos, die mir Ahne geschickt hat:

Speaker Spide

Autohaus-Ahne

Rundumschlag-Weber


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10 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

10 Antworten zu “2. Mai – Nachlese

  1. Ich hab mich deshalb die ganze Zeit umgeguckt, weil ich dich vermisst hab, Robert, und zwar die gesamte erste Hälfte der Demo. Gute Rede haste jehalten, aber trotzdem musste hier nicht so wettern gegen den Rest der Menschheit (alkoholbedingt?), die allesamt unfähig, blöd und was weiß ich was sind. Bedenke, Bescheidenheit ist eine Zierd und bündnisfähig sollte man bleiben (na, wer hat das immer betont?).
    P.S.: Bohni haste übrigens übersehen.

    • robertweber

      Zu blöd hast du gesagt, ich sag nur … ach, ich lass es lieber. Die Quarknasen der Lesebühnen, die nicht da waren, als Rest der Menschheit zu bezeichnen, ist auch nicht grade Bescheiden. Musste übrigens arbeiten, daher mein spätes Eintreffen (1. Drittel würd ich ma sagen, Höhe Prater).

  2. Ich habe nicht nur die „Quarknasen“ der Lesebühnen (bei denen du merkwürdigerweise sauer bist, wenn du von ihnen nicht eingeladen wirst, warum wohl, warum?) gemeint mit Rest der Menschheit sondern du hast ja auch die 250.000 Arbeitslosen in Berlin und alle prekär Beschäftigten (alle Lohnarbeitenden?) in deiner Fehlliste genannt. Außerdem nimmst du für dich in Anspruch später erscheinen zu dürfen, weil du arbeiten musstest, anderen aber billigst du das offensichtlich nicht zu, oder bist du informiert aus welchen Gründen wer gefehlt hat? Das wäre erstaunlich und eine ziemliche Leistung. Davor würde ich meinen Hut ziehen.

    • robertweber

      Also bei einer handvoll könnte ich mir durchaus Gründe vorstellen, bei der Menge nicht. Da muss ich einfach sagen, haben über 20 Leute, also mal vorsichtig geschätzt, einfach nicht ihren Arsch aus der Windel bekommen. Und wieso soll ich sauer sein, nicht mehr eingeladen zu werden? Von wem haste das? Im besten Falle wundere ich mich darüber, hab allerdings von den Kulturbolschewisten auch nix anderes erwartet.

  3. Von wem ich das habe? Von dir Robert. Und damit solls von meiner Seite aus auch genug sein, denn sonst wird das ja hier zu einem Dialog, der vollkommen vom Thema weggeht.

  4. Michael H.

    Die künstlich erzeugte Erregung/Wut/Ereiferung eines Ahne kann man sich wirklich nur dadurch erklären, das Robert ihn als „Autohaus-Ahne“ betitelt hat (es sei mal dahingestellt ob das unbedingt sein mußte). Kleiner Tip an Ahne: Zieh dir den Stock raus, der dir offensichtlich schwerst im Arsch steckt. Somit erfährst du Erleichterung, Enspannung und wirst locker. Einen Versuch wäre es wert. Nichts für ungut. Lieber Robert, deine Rede war übrigens spitzenmäßig.

  5. robertweber

    Nein, ich glaube Autohaus-Ahne sieht Ahne schon als die kleine Stichelei unter Freunden an, als die sie gemeint ist. Und ich reg mich manchmal auch über Dinge unnötig auf, wie z.B. die Abwesenheit zahlreicher Kollegen am 2. Mai, ist ja keine Zwangsveranstaltung, auch wenn mich das schon enttäuscht hat und das schließlich in Ärger umgeschlagen ist, den ich dann auch dann und wann auf meinem Blog Luft mache. Wozu soll ein Internettagebuch denn auch sonst gut sein? Ansonsten könnte ich ja eine kommerzielle Seite aufmachen. Dass meine Meinung zu bestimmten Dingen, die ich auch hier äußere, nicht immer auf Zustimmung stößt, ist mir aber auch klar (der Sarrazin in mir), und ich freue mich dennoch über jeden, auch missbilligenden, Kommentar.
    Jetzt sollten wir’s aber wirklich gut sein lassen damit. Danke für das Kompliment übrigens.

  6. Und ich dachte immer, bei der Demo ginge es ums Recht auf Faulheit und um gute Laune oder so?

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