Monatsarchiv: November 2011

Musikvideo der Woche

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Brothers in Arms

„Sorgen sollte man sich dann wieder machen, wenn die Beerdigungen seltener werden.“ Sagt jemand, der in den letzten Jahren einige Freunde zu Grabe getragen hat. Wir wärmen uns die durchfrorenen Füße mit Schnaps im „Valentins“, dessen Küche mit 50 Trauergästen überfordert ist. Schade, warm hätte das Essen vermutlich ganz gut geschmeckt. Warum das Blaukraut kalt, das Gulasch heiß und von zwei Knödeln nur einer eine halbwegs vernünftige Betriebstemperatur hat, kann sich der Wirt auf Nachfrage auch nicht erklären, aber das Essen ist auch nicht so wichtig. Ich hoffe nun, das Schlimmste in diesem Jahr hinter mir zu haben, und das nächste nicht ganz so mit traurigen Anlässen gespickt ist.

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An meine Leser

Ob es mir gut geht oder warum ich seit Tagen nicht mehr blogge? fragt einer meiner treuesten Leser. Ich kann Euch beruhigen. Mir geht es gut, musste bloß in der vergangenen Woche die zweiten Druckfahnen von „Ohne Dich ist alles Staub“ korrigieren. Morgen ist Abgabetermin, der Tag des Herrn fiel heute also auch flach, jetzt ist aber Feierabend und ich kann mir endlich eine Flasche sächsisches Bier aufmachen.

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Heute Radio Voodoo

Radio Voodoo kann ich mir ohne Dietrich gar nicht mehr vorstellen, aber das ging mir mit Stein genauso. Jedenfalls zum letzten Mal: Dietrich Werneburg auf 88vier. Heute um 19 Uhr.

(l. Dietrich, r. Weber)

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Soulfood #12

Geschmorte Schweinerippchen in Bier-Honig-Soße.

Rippchen nach Geschmack würzen,  kurz anbraten, die Pfanne mit Altbier und Honig ablöschen, die daraus entstandene Soße zusammen mit einer Zwiebel, ganzen Tomaten, Thymian und Kartoffeln in einen Bräter geben, für etwa zwei Stunden zugedeckt bei 180 Grad im Backofen schmoren lassen.

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R.I.P. 05.11.2011

Ich weiß gar nicht mehr, wann Dietrich in mein Leben getreten ist. Er kannte mich jedenfalls länger, als ich ihn, war er doch Stammgast bei den Surfpoeten, zu denen er auch irgendwann seinen Freund Taxi Berlin mitschleifte, der bald darauf am offenen Mikrophon auftrat. Zu der Zeit hatte ich auch noch meine regelmäßige Radio-Voodoo Sendung, und ob ich wollte oder nicht, Dietrich und Taxi Berlin standen jeden Sonntag mit Bier, Esswaren und einem Flachmann vor der Tür des Sendestudios in der Lottumstraße. Wehren wäre bei Dietrich vergeblich gewesen, Radio Voodoo hatte ich ohnehin immer als offen für alle propagiert, und so fügte ich mich in mein Schicksal, was dazu führte, dass ich plötzlich zwei Co-Moderatoren an der Backe hatte. Dietrich konnte anstrengend sein und was er über den Äther schickte, war meist unverständliches, wirres Zeug. Da jeder das tun sollte, was er am besten kann, machte ich seinerzeit den Vorschlag, genau diese Verquastheit als Kolumne zu kultivieren, ein Vorschlag, der von Dietrich sofort begeistert aufgegriffen wurde. „Das Wort zum Montag“ war geboren. Meine beiden neuen Mitstreiter und ich luden uns regelmäßig gegenseitig zum Essen ein und es dauerte nicht lange, da habe ich sie als Freunde bezeichnet. Vor etwa einem halben Jahr brach Dietrich auf der Straße zusammen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, Fettleber, angegriffene Bauchspeicheldrüse, seitdem war er trocken und konsumierte statt Schnaps Unmengen Cola. Bei unserem letzten Wiedersehen, wir trafen uns bei Taxi Berlin zu bulgarischer Küche, redete er davon, sich einweisen zu lassen. Seine Depressionen könne er, trotz Medikamente, nicht mehr in den Griff bekommen. Vor zwei Wochen war es dann soweit. Gestern wollten wir ihn in der Psychiatrie besuchen, erhielten aber unterwegs einen Anruf, Dietrich sei morgens in den Wald gegangen und seitdem nicht mehr aufgetaucht. Besuch von fünf Leuten bei einer schweren Depression zu bekommen, so meine Überlegung, wäre vielleicht doch etwas viel für ihn und vielleicht wolle er einfach nur seine Ruhe haben, so wäre es jedenfalls mir gegangen. Wir drehten um, ohne zu wissen, dass Dietrich bereits tot war. Er hat das Leben nicht mehr ausgehalten und sich entschieden. Wir werden ihn sehr vermissen.

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Soulfood #11

Kalbshaxe wie Schweinshaxe im Ofen schmoren (bei 180 Grad, etwa 2 Std., vorher mit Salz und Pfeffer einreiben), die Kartoffeln nach einer Stunde einfach mit reinlegen, dazu Buttergemüse (Bio-Frost).

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