Monatsarchiv: Juni 2012

Filmtip: Drive

Lange, ja sogar sehr lange hat es gedauert, bis ich mich hier wieder zu Wort gemeldet habe. Dafür gibt es vielerlei Gründe, über die ich hier aber nicht sprechen möchte, weil sie rein privater Natur sind und nur meine Freunde was angehen. Euch dagegen sei nur versichert: Es geht mir gut.

Gestern kam, nach dreiwöchigem Nervenkrieg, dessen Details ich Euch lieber erspare, endlich meine reparierte Playstation zurück (vielleicht das eine Detail – die Reparatur wurde vor zwei Wochen durchgeführt und von mir im Voraus bezahlt) und sofort stürzte ich mich in meine Lieblingsviedeothek, die ich in erwähnten drei Wochen nicht ein einziges mal betreten habe, in der Hoffnung, auf eine Flut von interessanten Neuveröffentlichungen zu stoßen, aber offensichtlich hat sich auf dem DVD-Markt in der Zeit nicht viel getan. The Thing werde ich mir vielleicht noch anschauen und The Hunting, gestern aber griff ich zu Drive, der mich begeisterte. Warum der Film erst ab 18 freigegeben ist, erschließt sich erst nach der 40igsten Spielminute. Ein herrlich langsamer, ohne jede Hektik auskommender Rache- und Gangstermovie ohne Happy End, der auch aus den 70ern stammen könnte. Autos sind, wie der Titel nahelegt, zwar vorhanden, dienen aber mehr der Charakterzeichnung als dem Zelebrieren ausgiebiger Verfolgungsjagden, von denen nur zwei im Film vorkommen, die aber völlkommen unaufdringlich. Zudem ist der Film hervorragend mit nahezu völlig unbekannten Schauspielern besetzt, allein das macht ihn zur blühenden Oase in einer Filmwüste, in der sich die immergleichen Schauspielerfressen unter glühender Sonne bis zum Horizont erstrecken. Drive – absoluter Filmtip. Unbedingt ansehen.

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