Filmtip: Drive

Lange, ja sogar sehr lange hat es gedauert, bis ich mich hier wieder zu Wort gemeldet habe. Dafür gibt es vielerlei Gründe, über die ich hier aber nicht sprechen möchte, weil sie rein privater Natur sind und nur meine Freunde was angehen. Euch dagegen sei nur versichert: Es geht mir gut.

Gestern kam, nach dreiwöchigem Nervenkrieg, dessen Details ich Euch lieber erspare, endlich meine reparierte Playstation zurück (vielleicht das eine Detail – die Reparatur wurde vor zwei Wochen durchgeführt und von mir im Voraus bezahlt) und sofort stürzte ich mich in meine Lieblingsviedeothek, die ich in erwähnten drei Wochen nicht ein einziges mal betreten habe, in der Hoffnung, auf eine Flut von interessanten Neuveröffentlichungen zu stoßen, aber offensichtlich hat sich auf dem DVD-Markt in der Zeit nicht viel getan. The Thing werde ich mir vielleicht noch anschauen und The Hunting, gestern aber griff ich zu Drive, der mich begeisterte. Warum der Film erst ab 18 freigegeben ist, erschließt sich erst nach der 40igsten Spielminute. Ein herrlich langsamer, ohne jede Hektik auskommender Rache- und Gangstermovie ohne Happy End, der auch aus den 70ern stammen könnte. Autos sind, wie der Titel nahelegt, zwar vorhanden, dienen aber mehr der Charakterzeichnung als dem Zelebrieren ausgiebiger Verfolgungsjagden, von denen nur zwei im Film vorkommen, die aber völlkommen unaufdringlich. Zudem ist der Film hervorragend mit nahezu völlig unbekannten Schauspielern besetzt, allein das macht ihn zur blühenden Oase in einer Filmwüste, in der sich die immergleichen Schauspielerfressen unter glühender Sonne bis zum Horizont erstrecken. Drive – absoluter Filmtip. Unbedingt ansehen.

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4 Kommentare

Eingeordnet unter Filmwelt

4 Antworten zu “Filmtip: Drive

  1. Lieber Robert,
    seltsam, wie das Leben manchmal (mit)spielt. Bei mir erschien auch heute der erste Blogbeitrag seit über einem Monat. Und auch ich habe letzte Woche „Drive“ gesehen, der mich, wenn auch nicht völlig überwältigt, aber doch sehr begeistert hat. In der Videothek warnte man uns, er sei von den Kunden als langweilig bewertet worden. Das hat wohl damit zu tun, dass kaum noch jemand sich auf sich langsam entwickelnde, stille und dann mit voller Wucht hereinbrechende Geschichten einlassen kann.

    Allerdings stimmt das mit dem „unbekannte Schauspieler“ nicht so ganz. Ryan Gosling verzaubert nun schon seit Jahren und seit Monaten noch dazu völlig ungebremst die (weibliche) Zuseherschaft. Erstmals (mir) aufgefallen in der tragisch schönen Verfilmung von „Wie ein einziger Tag“, war ich begeistert von ihm nach „Lars und die Frauen“, von dem ich fast wette, dass er Dir gefällt! :)
    Und war er unglaublich oberkörpernackt in „Crazy Stupid Love“ :) :) :) , der nicht ganz so dämlich und frauenverachtend ist, wie er auf den ersten Blick scheint. Aber die letzte Minute vom Trailer reicht, um dass Du weißt, was ich meine :) :) :)

    Dann kam „iden of march“, der mich sehr begeistert hat, und der Dir sicher auch gut gefällt. ;)
    Und dieser Kommentar wird gerade viel zu lang :)

    Schön, dass Du wieder da bist! Lass es Dir gut gehen!

    • robertweber

      Liebe Astrid,

      Iden of March guck ich mir von den genannten vielleicht noch an, beim Rest bin ich froh, dass ich mit meiner Freundin nicht ins Kino gehen muss ;-). Die Hauptdarstellerin kam mir in der Tat bekannt vor, aber bei weitem nicht so bekannt wie Angela Jolie, Kate Winslet, Meg Ryan, Jodie Foster oder wie die sonst noch alle heißen; und Ryan Gosling habe ich das erste Mal in einem Film gesehen, aber ich bin auch nicht ganz so up to date. Früher hätte man den Film vermutlich mit Charles Bronson oder Clint Eastwood besetzt, und bei ersterm natürlich mit der unvermeidbaren Jill Ireland. Ach, das waren noch Zeiten …
      Ich hoffe, Dir geht es gut. Deinem Blogeintrag entnehme ich schwierige Wochen.
      Gruß
      Robert

  2. robertweber

    Ach ja, und Faye Dunaway.

  3. dag

    “ The ides of march“ war sehr enttäuschend; leider überbesetzt. Zu viele eigentlich gute Schauspieler brauchte der Film nicht, da es nicht so viele Rollen dazu gab. Der Hauptdarsteller war jedoch genial. Das Drehbuch und anscheinend die Regie nicht mehr so brilliant. Na ja, Geschmäcke. Dagegen Margin call- war ein Highlight.

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