Neues im Neuen

Gibts eigentlich nicht viel zu berichten, ich bin immer noch trocken, und das seit Mitte April. Das hat Vorteile, der Bierbauch war gestern, das übrig gebliebene Geld kann ich jetzt anderweitig sinnlos verprassen, Artikulationsstörungen bei öffentlichen Vorträgen sind schon Asbach uralt, die Leber wie auch alle anderen, inneren Organe sind einem plötzlich wieder freundlich gesonnen, der Blutdruck ist im Normalbereich, die Lebensgefährtin weiß es ohnehin zu schätzen.

Apropos öffenticher Vortrag, da tut sich doch einiges. Besonders freue ich mich auf den Anarchismuskongress der Linken, den ich die Ehre habe, zu eröffnen. Am 23. Februar, wo sonst, im Haus der Demokratie. Vom 27. bis 31. Januar bin ich zu Gast in Baden-Baden bei den freundichen Schwaben, um dort für den SWR Regie zu führen bei „Krieg der Köche“ (Ursendung am 26.02. um 19.20 auf SWR 2), eine Woche vorher gibt es für Frühaufsteher in Potsdam eine Matinee in Potsdam, genauer am 17.02., ich weiß aber noch nicht wo. Falko und ich präsentieren jedenfalls „Ohne Dich ist alles Staub“, ein Buch, das deutlich mehr Leser verdient als der 1. Abrechnung nach zu urteilen, gerade mal 2 1/2 tausend Leute haben das Buch bis zum Herbst letzten Jahres käuflich erworben, wir hoffen natürlich auf ein blühendes Weihnachtsgeschäft, aber das erfahren wir erst im Sommer. Ebenfall im Februar und ebenfalls aus „Staub“ lesen wir am 06. in Proschim. Geladen haben uns zum zweiten Mal die bezaubernden „Brandenburger Landfrauen“, die gar nicht genug von uns bekommen können, weshalb wir am Frauentag noch mal zu Gast im Oderbruch sind, der Ort ist allerdings noch unklar. Auch die Schweizer scheinen uns in Herz geschlossen zu haben. Am 10.04. gastieren wir in Bern (Cafe Kairo), am 11. in Gottmadingen und am 12. in Büsingen anlässlich des Festivals „Erzählzeit ohne Grenzen“, das unter dem Motto „Alles Liebe“ steht, und da passen wir natürlich bestens hinein und mit Martin Walser und Feridun Zaimoglu (u.A.) befinden wir uns in ebensolcher Gesellschaft.

Der Nachteil am Dasein eines trockenen Alkoholikers ist, dass man eigentlich nirgendwohin mehr eingeladen wird, weder zu Partys, zum Essen oder zu sonstwas. In die Kneipe geht man auch nicht mehr, und ist daher auch nicht up to date, was grade wann wo läuft. Aber was so läuft, das sieht man plötzlich glasklar. Wohin diese Gesellschaft steuert und wer einem am Arsch lecken kann. Was die größten Pfeifen auf diesem Planeten sind und wer sich auch noch was drauf einbildet. Nahezu unangenehm klar, so klar, dass man sich in einem anderen Jahrzehnt womöglich radikalisiert hätte, aber ich sag mal, die Vorteile überwiegen, und wer weiß, was es damit langfristig auf sich haben wird.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter scheinwelt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s