Verpiss Dich, 013.

Wenn man nach sechs Jahren Partnerschaft einen fünfminütigen Telefonanruf bekommt, dass da jetzt ein anderer deinen Platz eingenommen hat, ich weiß nicht. Ich finde das bedrückend. Aber vermutlich sollte ich froh sein, dass es keine SMS war. Ich möchte all meinen Freunden für die Hilfe danken, die sie mir in dieser schweren Zeit entgegenbringen. Man kann das gar nicht hoch genug schätzen und mit mir ist es ja auch nicht immer leicht.

Das Jahr also, welches eigentlich völlig unspektakulär verlief, ich ging meiner Arbeit nach und die machte ich offenbar ordentlich, nimmt kein gutes Ende. Immerhin lässt sich das Nächste nicht lumpen.

Mein Afghanistan-Hörspiel „Heinrich, Vorname Hauptfeldwebel“, sicher mein bislang ambitioniertestes Werk, wird im Sommer auf Deutschlandradio gesendet werden. Vereinfacht gesagt geht es um einen amoklaufenden Bundeswehrsoldaten, der sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag als Kriegsverbrecher verantworten muss. Das klingt so radikal, wie es ist. Mein Respekt und Dank gilt hier Barbara vom Deutschlandradio, die sich wirklich extrem viel Mühe gemacht hat, mit mir das Beste aus dem Stoff herauszuholen. Giuseppe Majo übernimmt die Regie und bin wirklich wahnsinnig gespannt, wie er das Stück inszeniert. Der Hörspielpreis der Kriegsblinden sollte damit eigentlich in erreichbare Nähe rücken.

Der zweite Teil meiner Zombietrilogie folgt dann auf direktem Fuße auf 1Live (WDR). Das Stück muss ich zwar in den nächsten Monaten noch schreiben, aber ich freue mich schon sehr darauf, die Welt erneut in die Apokalypse zu stürzen. Das Stück wird auf Helgoland spielen und trägt den Arbeitstitel „Die Insel“. Hier gilt Natalie aber auch Isabel vom WDR mein besonderer Dank, die sich wiederholt für mich eingesetzt haben. Ebenso Regine vom RBB Kulturradio, mit der ich leider viel zu selten zusammenarbeite, aber in nächsten Jahr läuft auch dort wieder eine Serie von mir. Eine Kochshow im Radio, das wollte ich schon immer mal machen. Auch Katrin vom SWR, die mir immer ihr vollstes Vertrauen geschenkt hat und ich hoffe, dass ich dem gerecht geworden bin. Ich freue mich schon auf unser nächstes Projekt, was und wann immer das sein wird.

Irgendwann im Frühjahr sollte ich dann genügend Geld zusammenhaben, um endlich auch an meinem neuen Roman weiterzuarbeiten, der, soviel darf ich verraten, ein Western werden wird und im Kaukasus spielt. Eigentlich ein völlig wahnsinniges Unterfangen um einen Karl May Forscher und einen Lokomotivführer mit dem Arbeitstitel „Kaukasus Western“. Wenn alles gut läuft, bin ich danach pleite und das Buch erscheint bei Voland & Quist. Hier möchte ich noch mal Sebastian und Leif danken, die mir in all den Jahren als Autor immer die Treue gehalten und stets an mich geglaubt haben.

Mein sportlicher Ehrgeiz dagegen beschränkt sich darauf, Deutscher Meister im Field Target Klasse 4 zu werden. Das allerdings erst 2015, für 2014 reicht mir der Landesmeister. Soviel Bescheidenheit muss sein.

Ich wünsche Euch allen, denen, die ich kenne und denen, die hier unbekannterweise immer wieder mal vorbeischneien, für 2014 nur das Allerbeste. Möge die Macht mit Euch sein.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

5 Antworten zu “Verpiss Dich, 013.

  1. „Glavata gore!“, wie der Bulgare sagt, und bis Montag!

  2. Sandra

    Ja Robert, dass ist bedrückend, sogar sehr bedrückend!
    Trotzdem und jetzt erst recht: Halali, Glück auf und was man sonst noch so zur Jagd, nach was auch immer, braucht!
    Sandra

  3. Möge 2014 ein besseres Jahr werden als 2013.

  4. robertweber

    Ich denke, das wird es, auch, wenn es sich gerade nicht so anfühlt. Ehre und Stärke (Gladiator).

  5. Ach, was außer den blöden „nicht unterkriegen lassen“-Floskeln soll man da schon sagen. Und möchte es doch, also: nicht unterkriegen lassen! Keep on writing & alles Gute für 2014.

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