Psychophysiognomie im urbanen Raum #10

Der Plan

Mantel schwarz, Hose grau, Bluse weiß, Schuhe lack, Haare gebunden, Brille Fielmann. Abitur 1,2. Derzeit Bachelor, anschließend Master. Eventmanagement, Nebenfach Finanzbuchhaltung. Kreativ durch Improtheater. Der Plan: Fünf Jahre Berufspraxis, Heirat mit Immobilenmakler, dann zwei Kinder. Wohnortwechsel in Peripherie. Gewichtszunahme. Erste Depression. Scheidung. Fitnessstudio, Workout, Selbsthilfegruppe. Rückkehr ins Berufsleben (Kinder flügge), Datenerfassung, Zeitarbeit, 300 Anschläge in 60 Sekunden. Schlafstörung, Medikamente, Suchttherapie, Kontaktanzeigen, Kuraufenthalt. Zweiter Frühling, kirchliche Trauung. Umzug aufs Land. Obstgarten, Töpferkurs, Ehrenamt, Witwenrente. Wiederkehrender Traum: Kirschblüten, die wispernd sich wiegen im Frühlingswind. (Das Glück ist Nahe)*

* Lexikon Traumdeutung.

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9 Kommentare

Eingeordnet unter scheinwelt

9 Antworten zu “Psychophysiognomie im urbanen Raum #10

  1. @Robert: Diese Textreihe gefällt mir sehr gut – Gratulation :-)

  2. robertweber

    Weiß gar nicht, welcher der beiden Herren mir in ihrer betonten Lässigkeit unsympathischer ist, Kreidler oder Fricke.

  3. @Robert: Gesacksache, äh, Geschmacksache…

  4. Feine Miniatur. Aber zu gehässig. Bzw. an der Gehässigkeit bemerkt man die unvollständige Wahrnehmung.

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