Monatsarchiv: Februar 2015

Twillight Zone #1

Eine junge (25?), hübsche (sehr hübsch) und propper bekleidete Blondine spricht mich auf der Schönhauser an (auf so was falle ich immer noch rein, ich kanns einfach nicht glauben). Ob ich 20 Cent hätte?

„Für was?“ Frage ich, zugegebenermaßen nicht sonderlich charmant. Die bräuchte sie noch, um sich etwas zu trinken zu kaufen. „Keinen Alkohol“, wie sie betonte. „Du bist nett“, sage ich, und: „Das ist ok.“

Ich wühle kurzsichtig in meinem Portemonnaie herum. „Ich hab nur einen Euro.“ „Dann entschuldigen Sie bitte.“ Ich finde dann doch noch ein 20 Cent Stück, das ich ihr in die Hand drücke, und überquere die Kreuzung. Blick zurück, sie steht immer noch da, wartet auf jemand anderen.

Kurz darauf (jemand anderes, nicht minder hübsch, allerdings mit Kind): „Dein Rucksack ist offen.“

Für Trickbetrüber ist Michel Houellebecq’s „Unterwerfung“ wohl der Mühe nicht wert. Vielleicht habe ich mir das alles aber auch nur eingebildet. Wie dem auch sei:

Willkommen in der Twillight Zone.

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